Alles übers Judo
Das Training
Ein Judo-Training dauert meist eineinhalb Stunden. Mit Funktionsgymnastik, Stretching oder einem leichten Boden-Randori (Übungskampf) beginnt zunächst einmal das Aufwärmen. Dazu gehören auch verschiedene Spiele, die die Kondition, die Ausdauer, das Reaktionsvermögen oder das Gleichgewicht trainieren- Eigenschaften, die nicht vorausgesetzt, sondern langsam aufgebaut werden. Nach dem Aufwärmen und Dehnen der Muskeln beginnt der technische Teil. Der Trainer zeigt einen Wurf oder eine Boden-Technik und erklärt, worauf es dabei ankommt. Während die Judoka die Technik partnerweise einüben, geht er herum und kümmert sich besonders um diejenigen, für die die Technik noch neu ist. Damit die Judoka sich nicht auf einen bestimmten Partner einstellen und dadurch unflexibel werden, findet gelegentlich ein Partnerwechsel statt.
Das Randori – der Übungskampf im Stand oder im Boden soll zeigen, ob der Judoka das Gelernte auch anwenden kann. Durch die leichte Gegenwehr des Trainingspartners gelingen die Techniken nur, wenn man sie richtig macht; deshalb ist ein Randori die beste Erfolgskontrolle.
Die Judo-Würfe
Kaum zu glauben, aber es gibt rund 100 verschiedene Möglichkeiten, den Gegner zu Fall zu bringen! Doch auch wenn der Judoka sie mit der Zeit alle erlernt – jeder hat seine „Lieblingswürfe“, auf die er sich spezialisiert und die er im Kampf bevorzugt. Der Judo-Neuling allerdings lernt zuerst, wie man fällt ohne sich wehzutun. Dann kann er sich an die ersten leichten Würfe wagen.
Sie wissen jetzt ja schon eine ganze Menge über Judo. Es gibt nun eine ganz einfache Möglichkeit, wie Sie sich davon überzeugen können, dass Judo auch Ihnen Spaß macht:
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Die Boden-Techniken
Wenn der Gegner geworfen wurde, geht der Kampf am Boden weiter. Dabei versucht man, den Gegner durch Festhaltegriffe, Würgegriffe oder Gelenkhebel zur Aufgabe zu zwingen. Auch hier entscheidet nicht die Kraft, sondern die bessere Technik. Sobald sich einer der beiden geschlagen gibt, klopft er mit der flachen Hand leicht auf die Matte; der andere lässt daraufhin sofort los. Im Wettkampf ist er Sieger durch Aufgabe des Gegners, im Randori – dem Übungskampf im Rahmen des Trainings – beginnt das Spiel von neuem.
